Antifa-SuperIllu

Michael Kronawitter ist peinlich. Angesichts seiner Moderationsbemühungen bei der Antifa-Gala stellte sich erst Fremdscham, dann Verachtung, dann Gleichgültigkeit, dann wieder Fremdscham ein. Er kann´s einfach nicht lassen und offenbar traut sich niemand bei der ALB ihm zu sagen, dass er als Moderator so deplaziert wirkt wie Heinz Schenk auf der Fusion. Vielleicht hat die Traditionsantifa aber auch einfach nur die Gallionsfiguren, die sie verdient. Soviel dazu.

Als die eingesammelte Nazipropaganda auf dem Hofe der reinigenden Kraft der Flammen übergeben wurde konnte ein interessantes Phänomen beobachtet werden: alles stellt sich im Kreise auf und fängt an Parolen zu rufen. Wenn was verbrannt wird werden Deutsche immer gemütsbewegt. Wenn sie sich dazu noch vermummen, sind es Linksdeutsche.

Später im Suff das alte Spiel gespielt: Palituchträger anpöbeln. Daraus entspann sich eine Diskussion mit einem bei Revolution aktiven US-Amerikaner, der sich die Unterstützung des Kampfes der palästinensischen und sonstiger Massen schlicht nicht ausreden lassen wollte. Ich hatte wirklich viel Geduld mit ihm. Seinem zahnbespangten Che Guevara-Kumpel mit dem Jihadlappen hätte ich bei der haarsträubenden Argumentation schon längst ins Gesicht gespuckt.

Heute Kopfschmerzen.

15 Kommentare

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  1. „Daraus entspann sich eine Diskussion mit einem bei Revolution aktiven US-Amerikaner, der sich die Unterstützung des Kampfes der palästinensischen und sonstiger Massen schlicht nicht ausreden lassen wollte.“

    Er ist unerträglich, der Typ.

    Comment von Doughnut Boy Andy — 18. September 2005 @ 16:22

  2. ja stimmt der revolution mensch ist furchtbar. kronewetter ist immerhin dokotr, finde seine mangelnden entertainment fähigkeiten nciht so schlimm wie sein demagogisches geschwaffel bei demos. diese verbrennaktion hatte wie ein genosse gestern richtig meinte einfach den charme einer bücherverbrennung, komisches identität zeugs…wat solls, trotzdem ne nette party.

    Comment von 5346 — 18. September 2005 @ 18:23

  3. Am besten war immer noch der Typ, der vollkommen besoffen den ganzen Abend lang versucht hat die Feuertonne umzutreten…

    Comment von resist — 18. September 2005 @ 19:14

  4. das bei dieser „gala“ die nazipropaganda verbrannt werden sollte war micht nicht klar!
    bessere zeiten… nicht hier!

    Comment von merkava — 18. September 2005 @ 22:25

  5. „kronewetter ist immerhin dokotr“

    pfff, was heißt das schon?

    Comment von besserezeiten — 18. September 2005 @ 22:38

  6. @merkava

    och, ich hab ja nix dagegen nazipropaganda zu entsorgen, von mir aus auch per oxidation, aber diese inszenierung drumherum … nee. wie bei ner conny-demo anno dunnemal in göttingen, nur dass diesmal keiner zugeguckt hat.

    Comment von besserezeiten — 18. September 2005 @ 23:28

  7. Hab mich schon am Freitag gewundert, warum du vor Ort warst. ;)
    Muss mich deinem Diss leider in großen Teilen anschließen (auch wenn ich das deutsche Wesen nicht vordergründig bei den Leuten suche, die ab und zu mal einen Laternenmast hochklettern, um Nazischeiß zu entsorgen) und wunder mich etwas, warum du Dr. Seltsam („der 11. September ist für immer mit dem Putsch in Chile verbunden … die Unterdrückten haben nicht die Möglichkeit 5000 Hubschrauber zu schicken, sie können sich höchstens freuen, wenn der Feind mal zwei Türme verliert…“) verschont hast.

    Und die Musik am Samstag war um einiges besser…

    Comment von Tapete — 19. September 2005 @ 13:25

  8. und ich weiss immer noch nicht wer du bist … aber wart´s nur ab … das geheimnis wird beizeiten gelüftet. den komischen spassmacher da drin hab ich gar nicht mitbekommen. sonst hätte der auch sein fett weggekricht.

    Comment von besserezeiten — 19. September 2005 @ 14:52

  9. Ein gewisser Herr Rassloff kann seine Sympathie für das Feuerspektakel auch nicht verbergen:

    Look

    Comment von Tapete — 19. September 2005 @ 16:33

  10. Lächerlich, diese ganze Fete! Erst einmal ist ja schon der Versuch der ALB die ‚deutsche Zivilgesellschaft‘ zu reanimieren überpeinlich. Dann gesellen sich zu dieser Peinlichkeit auch noch die neugierigen antinationalen Antifaschisten, um dann gemeinsam den braunen Teufel bei einer rituellen Verbrennung auszutreiben… WOW!

    Und der revolutionsbegeisterte Amerikaner rennt immer um sein Leben, wenn ich im Prenzlauer Berg um die Ecke komme: Woran das wohl liegen mag…? P*

    Comment von Partisan* — 19. September 2005 @ 18:25

  11. Leider muss ich dein Bild, Partisan, etwas zerstören. Es war keineswegs so, dass Kronewetter, BessereZeiten, Ströbele, die Antinationalen, die Internationalen und die sonstigen ca. 800 Menschen einträchtig händehaltend im Kreis um das Feuer getanzt sind.
    Eigentlich warens ca. 40 Jugendliche, die sich mit dem Feuer beschäftigten. Die anderen machten sinnvollere Sachen: Quatschen, Tanzen, Saufen.

    Ein gewisser T.Rassloff fand das Feuer übrigens auch sehr faszinierend, wie unschwer auf seiner Seite zu erkennen ist…

    Comment von Tapete — 19. September 2005 @ 19:42

  12. Ob die drögen Unterfriedrichshainer nun um die brennnende Tonne, oder doch nur mit dem eigene Ego auf der Tanzfläche getanzt haben, ist mir schnuppe… Tut auch nichts zu meinem Kommentar: Ihre Arbeitsteilung ist doch nur Teil der Inszenierung! P*

    Comment von Partisan* — 20. September 2005 @ 18:34

  13. Fremdscham?? Was soll denn das sein?

    Comment von Anonymous — 21. September 2005 @ 09:26

  14. fremdscham ist, wenn man von etwas, das ein anderer macht, peinlich berührt ist.

    Comment von besserezeiten — 21. September 2005 @ 16:46

  15. war wirklich eine jämmerliche veranstaltung. schechte pa, schlechte musik, schlechte moderation, kein drogen, besoffene punkkiddies.
    und gescheppert hats auch nicht.

    Comment von sonny — 23. September 2005 @ 18:35

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