Die Zukunft der Telefonkette

Liebe Entwickler,

könntet Ihr bitte das hier mit dem hier möglichst user-friendly kombinieren? Also ein kleines Javaprogramm bauen, das mir verschlüsseltes Instant Messaging aufs Handy beamt?

Dann bleibt Mike bei künftigen Kiezmilizaktionen draußen. Denn die sind mal wieder nötig.

Vielen Dank.

hat tip: Lars

Von Teheran nach Dresden

Diesmal könnte es klappen: der Iran plant eine internationale Konferenz der Shoaleugner, berichtete die Nachrichtenagentur AKI am 5.Januar 2006.
Die Vereinigung islamischer Journalisten im Iran wurde von der Regierung aufgefordert eine Konferenz zu organisieren, um die „Wahrhaftigkeit der Version, die Europa und die Zionisten über den Mord an den Juden während der Jahre des großen Krieges der Welt auferlegt haben“ zu untersuchen. An der Konferenz sollen ausdrücklich auch „Historiker“ teilnehmen, die „nicht an die offizielle Version“ der Geschichte der Shoa glauben, sagte ein Sprecher der Vereinigung. Zwar wurden bisher keine Namen bestätigt, als Gäste im Gespräch seien jedoch Israel Shamir aka Jöran Jermas, der Deutsche Horst Mahler, Robert Faurisson und Arthur Butz.

Bereits 2001 planten die revisionistischen Vereinigungen Verité e Justice (Schweiz) und Institute for Historical Review (USA) eine internationale Konferenz der Shoaleugner in Beirut (Libanon), die jedoch verboten wurde. Die Planung fand vom Iran aus statt, wohin der Gründer von Verité e Justice, Jürgen Graf, geflohen war. Als Gast und Sprecher war neben einigen der oben genannten Shoaleugner auch Roger Garaudy vorgesehen, der am 13.Dezember des vergangenen Jahres auf einem iranischen Fernsehsender den Fakt leugnen durfte, das Juden mit Gas getötet wurden.

Ebenfalls im Dezember 2005 behauptete auf einem anderen iranischen Fernsehsender der politische Analyst Hosein Rouyvaran (Clip #982), die Gaskammern wären für hygienische Zwecke errichtet worden. Angesichts der offensichtlichen Normalität der Shoaleugnung im Iran erscheint das wenig überraschend, interessant an der Aufzeichnung der Podiumsdiskussion ist jedoch noch eine andere Argumentationsfigur, die Rouyvaran wenig später anbringt: um zu unterstreichen, der Mord an den Juden sei nur eine zu vernachlässigende Größe unter den Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Zweiten Weltkrieges, bringt er das Beispiel des „mehrtägigen Bombardements“ der deutschen Stadt „Larson“ durch die Alliierten, während dessen 135.000 Menschen getötet worden sein sollen. Geht man davon aus, dass Rouyvaran sich „Larson“ nicht einfach ausgedacht hat, so muss damit (möglicherweise aufgrund einer Fehlübersetzung) das Bombardement von Dresden gemeint sein, dessen Opferzahl der Revisionist David Irving mit 135.000 völlig überhöht ansetzte.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Quelle, aus der sich Rouyvaran bedient, sondern vielmehr die Parallele der Argumentationen: die Shoa zu relativieren, indem die Opfer alliierter Kriegshandlungen dagegen aufgerechnet werden, ist eine diskursive Figur, die in Deutschland gerade im Dresdenmythos in den vergangenen Jahren ihren Kulminationspunkt gefunden hat. So werden dieses Jahr am 13.Februar wieder mehrere Tausend Neonazis und anständige deutsche Bürger in Dresden erwartet, die ihrer Opfer gedenken und den Mythos vom „Bombenholocaust“ pflegen. Wenn es gegen die Juden geht, wächst zusammen, was zusammengehört: die Internationale der Shoaleugner, deutsche Neonazis, islamistische Fanatiker und die von alliierten Kriegsverbrechen halluzinierenden Dresdener Friedensbewegten.

Naziherzen im Liebessturm

Du dachtest Lindenstraße, Verbotene Liebe, Marienhof und GZSZ wären überdramatisiert? Falsch. Der Hack des Neonaziportals „Freier Widerstand“ legte den privaten Mailverkehr der partizipierenden Neonazis offen, die – man ahnte es – auch mal was anderes zu tun haben als den nationalsozialistischen Umsturz vorzubereiten. Da werden im schlimmsten SMS-Stil Herzensangelegenheiten diskutiert, da wird betrogen, gelogen und intrigiert, dass es eine wahre Freude ist.

Eine besonders unterhaltsame Geschichte spielte sich zwischen den NRW-Neonazis „Skadi“ (Katja), „Ohmanwasfüreinname“ (Philipp) und „k2″ ab. Die Story, die sich ein Soap-Schreiberling nicht besser hätte ausdenken können, geht so.

Zwischen Katja und „k2″ kriselt es, weil „k2″ sie mit Kristin betrügt. Katja will sich ausheulen und teilt ihren Kummer Philipp mit (alle Fehler im Original):

der hat mir gestern so eine pampige antwort gegeben und dann nimmer geantwortet… mir reicht es! ich lasse mich nicht mehr verarschen!
er soll zu seiner tollen kristin gehn und mich zufrieden lassen. mit ihr wirds er glücklich, das hat er mich oft genug zu versteh gegeben. er liebt sie! er soll mit ihr glücklich werden. laut ihm bin ich nicht die richtige für ihn….von mir redet er nicht so wie von seiner kristin…..sein leben!
für mich ist es vorbei!

Was Katja nicht weiß: Philipp heuchelt zwar Verständnis, aber leitet ihre mails direkt an „k2″ weiter – damit der Kumpel informiert ist, wie die prospektive Ex gerade tickt. Nicht nur das, er beglückwünscht seinen Kumpel sogar noch zu dessen Seitensprung:

wenigstens hast du sie gefickt… ;)

Durch die weitergeleiteten mails informiert, versucht „k2″ seine betrogene Freundin nochmal hinzuhalten und schreibt SMS in denen er Reue heuchelt. Katja teilt ihre Verwirrung Philipp mit:

ich hab gefragt ob er mich noch ganz dolle lieb hat, so wie vorher. da sagte er ja ;(
ach man, wenn ich doch wüsste was ich machen kann. wie ich das wieder gutmachen kann, oder ihm beweisen kann.
vllt was schenken?
ich werd ganz verrückt :( ((
ich starre immer und immer die bilder an ;(

Wie das so ist, fliegt die Hinhaltetaktik irgendwann auf. Jetzt ist es aus und Katja ist wirklich verzweifelt:

warum dachte ich diesmal er wäre anders. ich dumme sau!
wenn er mich als feste freundin haben wollte dann würde er sowas net sagen.
naja warum sollte er das? mich hat nch nie jemand wirklich geliebt.
ich war immer nur das dumme fickstück und immer so naiv :(
und nun ist genau das mein schicksal !!!
warum kann mich keiner lieben??? so schlimm bin ich auch net :(

Nebenbei flirtet Philipp mit „Ostara_BL“ (Nicole) und schickt ihr eCards mit kitschigen Liebesmotiven. Auch das wird natürlich mit dem Kamerad diskutiert:

guck dir mal an, was ich ostara gerade fertig gemacht habe… :d :d :d

Warum ist Philipp so gemein? In einem Seelenstrip gegenüber Nicole wird seine schwierige Vergangenheit aufgerollt:

anonsten war´s auch nicht immer einfach. meine mutter hatte, als ich klein gewesen bin stress mit einem typen, der öfters terror gemacht hat – ca. 7 jahre lang.
meine mutter kam damit nicht klar und hat viel scheiße gemacht, also öfters als einmal zugehauen oder einfach nur rumgebrüllt. später lernte sie über eine kontaktanzeige einen iraner kennen, der nicht kapierte das sie nichts von ihm wollte und der machte auch einige scheiße. vielleicht liegt es daran, das ich nett und schüchtern gegenüber frauen bin, weil ich mich früh von sowas distanziert habe.
vater war ja auch nicht da… naja…
mit 13 gings dann mit dem jugendamt los, weil die streite krasser wurden, da man ja auch irgendwann aufhört, sich alles gefallen zu lassen. ich wurde zum jugendamt als angebliches problemkind geschleppt, wobei ich immer die fresse gehalten habe, wie irgendwas wirklich abgelaufen ist und ich mir die anschuldigungen gefallen ließ, da ich nicht gegen meine mutter und meine familie reden wollte. sie hatte halt oft getrunken, so wie sie es heute noch tut. daher kann ich wohl betrunkene und brüllende frauen nicht leiden. die streitereien gibt es heute immernoch und sind mit unter ein punkt, wesshalb ich irgendwann nichtmehr zur schule gegangen bin. dazu bis ich 18 war immer kontakt zum jugendamt haben zu müssen… das ist schon krass…

naja, mit mädels lief bei dem ganzen scheiß nicht viel…
öfters mal nette getroffen, die mich auch manchmal angemacht haben, aber ich war wohl zu schüchtern darauf einzugehen. an eine aus meiner letzten realschulklasse denke ich ab und zu mal wider. aber das ist ein anderes klientel, da hätte ich nichts verloren, ausserdem ist sie schon am studieren. halt nur nette gedanken, aber keine verlorene lieber oder sowas.^^

Wir lernen: das Arschloch ist ein Opfer der Verhältnisse. Auch Nazis haben private Probleme. Auch Mörder können weinen. Solche Sujets sind doch gerade modern.

Wer schreibt das Drehbuch? Wer verfilmt es? Gibt es eine Fortsetzung?

Realistische Einschätzung

… im Forum des neonazistischen „Freien Widerstandes“:

Der Kampf um die Straße ist noch nicht ansatzweise gewonnen; er ist noch nicht einmal ein Patt zwischen uns und den Gegnern

Christian Worch, Wanderzirkusdirektor. Man sieht sich in Leipzig.

Kehr´ die Nazis weg

… bei der Antifa-Kehrwoche. Ein hübsches Flash-Spielchen.

Hausdurchsuchungen

Nach den eskalierenden gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Antifas v.a. in Potsdam (siehe Inforiot) gab es jetzt eine Welle von Razzien gegen die vermeintlich an einer Schlägerei am Ostbahnhof* beteiligten Antifas. Sieht so aus als kämen nun eine Menge Kosten auf die Betroffenen zu.

Mehr Infos: Polizeipresse und Indymedia.

* Bericht aus der Sicht der vermöbelten Nazis:
hxxp://berliner-infoportal.org/modules.php?name=News&file=article&sid=42

Anna und Arthur organisieren Soliparties und halten ansonsten wie immer ihr Maul.

Ein Kessel Braunes

Tatort-Kommissar und scheidender Intendant des hallenseschen Theaters Peter Sodann wird für die WASG/PDS Sachsen zur Bundestagswahl kandidieren. Sodann fiel in der Vergangenheit vor allem als deutscher Friedensfreund und romantischer Antikapitalist mit Hang zu Sauberkeit und Ordnung unangenehm auf.

Russische Abgeordnete fordern ein Verbot jüdischer Organisationen wegen «Unterwanderung Russlands». In einem von 5000 Personen des öffentlichen Lebens unterschriebenen Offenen Brief war gefordert worden, jüdische Organisationen als extremistisch zu verbieten. Als «Beweis» diente eine vor kurzem erschienene russische Übersetzung des «Schulchan Aruch». Die Textsammlung aus dem 16. Jahrhundert fasst rabbinische Auslegungen der Religionsgesetze zusammen.

Volksfront reloaded: 15 thüringer Neonazikameradschaften rufen dazu auf die NPD im kommenden Bundestagswahlkampf zu unterstützen und „in breiter Front den kommenden Wahlkampf aufzunehmen, welche alle Kräfte beinhaltet die sich zu Volk, Nation und einem deutlichen Kurswechsel im Sinne eines sozialistischen Deutschlands bekennen.“ Man habe äußerst positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen parteifreien und parteigebundenen Nationalisten in Thüringen gemacht. Worch, Reitz & Co. wird´s nicht freuen.

Wenn Deutsche an Kaliningrad denken, dann trauern sie „Königsberg“ und „Ostpreußen“ hinterher. Das heißt dann „Wehmütige Erinnerungen“.

Lust auf Antifa-Aktion?

Dann nix wie ab nach Mitte:

Liebe Berliner, Liebe Leser der JUNGEN FREIHEIT !

Wie Sie vielleicht der aktuellen Ausgabe entnommen haben, spitzt sich die Lage am
Mauermahnmal in Berlin am Checkpoint Charlie immer weiter zu.

Die JF-Redaktion wird selbst das ganze Wochenende und auch in der „heißen Phase“ von Montag auf Dienstag, 4. auf 5. Juli, vor Ort sein und Informationen für eine große Reportage sammeln.

Die Eigentümer des Grundstückes wollen am 5. Juli ab 4.01 Uhr das Mahnmal
abräumen lassen.

Ob sich JF-Cheffe Dieter Stein auch an ein Mauerkreuz ankettet? Sieht bestimmt lustig aus, wenn er dann so Castor-like losgeflext und mit zum Victory-Zeichen gespreizten Fingern von den Bullen weggetragen wird.