GWG & Prodomo offline

Die Websites der antideutsch-kommunistischen Gruppe Georg-Weerth-Gesellschaft Köln und der ihr nahestehenden Zeitschrift Prodomo sind seit heute Nachmittag offline. Zuvor hatte die Georg-Weerth-Gesellschaft Köln die Aufforderung des Staatsschutzes erhalten, eine satirische Darstellung Mohammeds von ihrer Website zu entfernen.

Ob es sich um einen Hack oder eine Intervention des Staatsschutzes handelt, oder die Websites vom Betreiber selbst vom Netz genommen wurden, ist bislang noch unklar. Letzteres erscheint mir aber höchst unwahrscheinlich.

Update: bei typoskript gibt es die ganze Geschichte.

Heute schon an morgen denken

via germanophobia

naop – no abuse on paper e.v.

Der Buchdruck ist das moderne Medium zu globaler, freiheitlicher Kommunikation. Leider wird er aber auch zunehmend missbräuchlich von Personen und Gruppen genutzt, die antilibertäre, antidemokratische und illegale Zwecke verfolgen. Politischer Extremismus, Kinderpornografie, Gewalt- darstellungen, Betrug, Wirtschaftskriminalität, Urheberrechts- verletzungen u.v.m. sollten aber nicht über die Druckhandwerkskunst verbreitet werden.

Um geeignete und vor allem effektive Maßnahmen gegen den Missbrauch im Buchdruck zu entwickeln und umzusetzen, wurde naop im August 2000 von der Druck-Industrie zusammen mit Verbänden, Initiativen und Privatpersonen gegründet. naop sieht es als seine Aufgabe an, Aufklärung auf bedrucktem Papier zu betreiben und relevante rechtliche sowie technische Maßnahmen zu erarbeiten.

Zur erfolgreichen Arbeit gehört auch die Bündelung und Koordination bereits vorhandener Initiativen. Denn zur Stärkung demokratischer Grundsätze ist ein breites Engagement der gesamten Druck- und Lesercommunity notwendig. Daher fordern wir Firmen, Verbände, Initiativen und Privatpersonen zur Mitarbeit auf: Sagen auch Sie ja zu naop!

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Erstmal irgendwie den Laden sauber halten anstatt zu fragen woher der Dreck kommt. Wundert nicht bei einem Verein der sich ausgerechnet ex-RTL-Boss Helmut Thoma zum Aushängeschild macht. Das nennt sich dann libertär.

Das ist Demokratie

… langweilig wird sie nie. Wusste Andreas Dorau schon 1988 und spendiert seinen Demokratie-Song pünktlich zur Bundestagswahl 2005 als kostenlosen MP3-Download.

Intro. Dummheit und so

Sebastian Ingenhoff stellt im neuen Intro drei Fragen an T.Raumschmiere, der auch mit einem Track auf dem I can´t relax in Deutschland-Sampler vertreten ist, wovon der Herr Ingenhoff offensichtlich keine Ahnung hat, denn er fragt

Deine Songtitel sind griffig und frei Schnauze – eine Mischung aus Dosenbierromantik und Michael Moore´isierter Bellerei. Lässt sich Kritik an der amerikanischen Aussenpolitik aber nicht anders formulieren als durch effekthascherische Neologismen wie „Patridiot“?

Worauf der Herr T.Raumschmiere gewandt zu entgegnen weiss

Du benutzt amerikanische Vergleiche. Wieso? Denkst du, ein Titel wie „Patridiot“ ist automatisch Mr. Bush gewidmet? Hat da wohl einer zu viel Michael Moore gelesen? Der Songtitel ist gewissen Politikern gewidmet, die für einen neuen deutschen Patriotismus eintreten und versuchen, diesen mit z.B. der Deutschquote im Radio und ähnlichem Blödsinn zu verbreiten.

Ein paar Seiten später heisst es dann in einer Besprechung des antideutschen Samplers nach gewohnt inhaltslosem Popjournalismusgeschwurbel gönnerhaft

Gute Sache. Aber nicht vergessen: Den Unterschied macht die Propaganda der Tat, nicht die der Promotion.

Was, von einem Magazin angeraten, das bei aller Polit-Attitüde über billigen Antiamerikanismus und ein bisschen Genderdiskurs nicht hinauskommt und partout nicht zwischen Werbung und redaktionellem Beitrag unterscheiden will, schlicht eine Frechheit ist. Zumal: so „gut“ kann das Intro die „Sache“ dann auch wieder nicht finden, wenn nicht mal die Website oder der Vertrieb angegeben werden.

Sozialdemokratie

Zwei massenhaft plakatierte Wahlkampfslogans der SPD:

„Für Gemeinsinn – Gegen Gier“

Das Original heißt „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ und stammt aus dem Programm der NSDAP. Die nationalen Sozialdemokraten haben den Slogan bildzeitungleserkompatibel vereinfacht und zudem den materiellen „Nutzen“ zum ideellen „Sinn“ verklärt.

„Für Frieden – Gegen blinde Gefolgschaft“

Deutsche Appeasementpolitik statt transatlantischer Achse – dann klappt´s auch mit den Jihadisten.

Ratzfatz

Eigentlich unterschreibe ich prinzipiell keine Unterschriftensammlungen für oder gegen etwas, aber bei dieser speziellen Angelegenheit konnte ich einfach nicht anders. An einem Nachbarinstitut meines Fachbereichs, nämlich der Katholischen Theologie, soll einem gewählten Dekan sein Lehrauftrag entzogen werden, weil er vor einer Weile entschieden hat, dass das mit dem Zölibat so ganz persönlich irgendwie doch nicht hin haut. Das hat der Kirche nicht gefallen und im Zuge der Bereinigung der katholischen Institutionen von Abweichlern (memento Ratzi) soll er jetzt geschaßt werden. Die Theologiestudenten (eine ganz besondere Spezies) wehren sich – nicht ganz uneigennützig, einige wollen schließlich bei ihm promovieren. Mit diesen zukünftigen Pfaffen hab ich zwar nix am Hut – aber viele kleine Nadelstiche gegen meine Ex-Konfession, das gefiel mir einen Moment lang ganz gut … und schon stand mein Kürzel auf dem Papier.

… und wenn es doch was bringt?

Es gibt ja nun nichts zu verlieren … und wenn es doch was bringt? In einer Grußbotschaft an die WASG zu ihrem Kongress bezog sich die stellvertretende PDS-Vorsitzende Katja Kippling auf den Brief und meinte die Linkspartei solle ihn sich zu Herzen nehmen …. einige WASGler haben selbst unterschrieben und auch auf einigen Parteiwebseiten ist er schon drauf und wird diskutiert …. also scheint er ja doch etwas bewegt zu haben! Wenn mehr unterschreiben wird der Brief zum PDS-Kongres am kommenden Wochenende noch einiges an Wirkung entfalten

Meint „Micha“ zum Offenen Brief von FelS und ALB an die PDS/WASG auf indymedia.

Komm mach Du auch mit! Wir halten uns alle an den Händen und drücken ganz fest die Augen zu und wünschen uns, dass eine Partei die in Zeiten der Krise Staat machen will ihre lästigen, schlicht unerwünschten potentiellen Staatsbürger so irgendwie lieb mit offenen Armen empfängt. No nation – no border! Katja nimm uns an die Hand – führ´ uns ins Antira-Wunderland!