Henryk Mohammed Broder

… spricht zu den Gläubigen vor der dänischen Botschaft in Berlin:

Die ganze Fotolovestory gibt´s hier.

Liebe islamische Fundamentalisten,

… damit wir uns richtig verstehen! Wir verabscheuen Deutschland, das Land, das zwei Weltkriege vom Zaun brach, Liebe islamische Fundamentalisten,das Land, das ziemlich erfolgreich versuchte, das europäische Judentum auszurotten und in der Folge nur wenige TäterInnen zur Rechenschaft zog, das Land, dessen Staatsbürgerschaftsrecht immer noch auf der obskuren Kategorie des Blutes basiert und, und, und.

Kurz und gut, wir sind der Meinung, und das ist ja auch nichts Neues, dass nicht nur Arbeit, sondern eben auch Deutschland scheiße ist!

Wir sind nicht verblendet genug, zu erwarten, Euch mit einem einfachen Brief davon abzuhalten, Frauen zu unterdrücken, Schwule abzuschlachten und Israel samt aller jüdischen Bewohner vernichten zu wollen. Das ist klar, die Dinge stehen bei Euch ganz oben. Da könnt Ihr unmöglich Rücksicht auf uns nehmen.

Deshalb hier nur eine kleine Bitte:

Hört bitte auf, Deutschlandfahnen zu verbrennen! Wir haben wirklich keine Lust auf der nächsten 1. Mai-Demo mit euch Irren in einen Topf geschmissen zu werden! Uns ist schon klar, mit den weltlichen Vergnügen habt Ihr es auch nicht so, aber lasst uns doch wenigstens diese kleine Freude!

Wir denken, das ist wirklich nicht zu viel verlangt!

Mit den aller intolerantesten Grüßen,
Kreuzberger Freundinnen und Freunde des 1.Mai

Ps. Wenn wir Euch in irgendeiner Art und Weise behilflich sein könnten, Horst Mahler die Teilnahme an der iranischen Beklopptenkonferenz zu ermöglichen, lasst es uns wissen. Könntet Ihr uns nämlich versichern (schriftlich, notariell beglaubigt, etc.), dass er ganz, ganz sicher nicht zurückkommt, würden wir alles in unserer Macht stehende unternehmen, euch in dieser Causa unter die Arme zu greifen!

via thinktank34

On the long run we´re all dead

„Uneingeschränkte Befriedigung aller Bedürfnisse drängt sich als die verlockendste Art der Lebensführung vor, aber das heißt den Genuß vor die Vorsicht zu setzen und straft sich nach kurzem Betrieb.“

Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur

Apropos Islamverhöhnung

Titanic 11/79

Heute schon an morgen denken

via germanophobia

Von Teheran nach Dresden

Diesmal könnte es klappen: der Iran plant eine internationale Konferenz der Shoaleugner, berichtete die Nachrichtenagentur AKI am 5.Januar 2006.
Die Vereinigung islamischer Journalisten im Iran wurde von der Regierung aufgefordert eine Konferenz zu organisieren, um die „Wahrhaftigkeit der Version, die Europa und die Zionisten über den Mord an den Juden während der Jahre des großen Krieges der Welt auferlegt haben“ zu untersuchen. An der Konferenz sollen ausdrücklich auch „Historiker“ teilnehmen, die „nicht an die offizielle Version“ der Geschichte der Shoa glauben, sagte ein Sprecher der Vereinigung. Zwar wurden bisher keine Namen bestätigt, als Gäste im Gespräch seien jedoch Israel Shamir aka Jöran Jermas, der Deutsche Horst Mahler, Robert Faurisson und Arthur Butz.

Bereits 2001 planten die revisionistischen Vereinigungen Verité e Justice (Schweiz) und Institute for Historical Review (USA) eine internationale Konferenz der Shoaleugner in Beirut (Libanon), die jedoch verboten wurde. Die Planung fand vom Iran aus statt, wohin der Gründer von Verité e Justice, Jürgen Graf, geflohen war. Als Gast und Sprecher war neben einigen der oben genannten Shoaleugner auch Roger Garaudy vorgesehen, der am 13.Dezember des vergangenen Jahres auf einem iranischen Fernsehsender den Fakt leugnen durfte, das Juden mit Gas getötet wurden.

Ebenfalls im Dezember 2005 behauptete auf einem anderen iranischen Fernsehsender der politische Analyst Hosein Rouyvaran (Clip #982), die Gaskammern wären für hygienische Zwecke errichtet worden. Angesichts der offensichtlichen Normalität der Shoaleugnung im Iran erscheint das wenig überraschend, interessant an der Aufzeichnung der Podiumsdiskussion ist jedoch noch eine andere Argumentationsfigur, die Rouyvaran wenig später anbringt: um zu unterstreichen, der Mord an den Juden sei nur eine zu vernachlässigende Größe unter den Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Zweiten Weltkrieges, bringt er das Beispiel des „mehrtägigen Bombardements“ der deutschen Stadt „Larson“ durch die Alliierten, während dessen 135.000 Menschen getötet worden sein sollen. Geht man davon aus, dass Rouyvaran sich „Larson“ nicht einfach ausgedacht hat, so muss damit (möglicherweise aufgrund einer Fehlübersetzung) das Bombardement von Dresden gemeint sein, dessen Opferzahl der Revisionist David Irving mit 135.000 völlig überhöht ansetzte.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Quelle, aus der sich Rouyvaran bedient, sondern vielmehr die Parallele der Argumentationen: die Shoa zu relativieren, indem die Opfer alliierter Kriegshandlungen dagegen aufgerechnet werden, ist eine diskursive Figur, die in Deutschland gerade im Dresdenmythos in den vergangenen Jahren ihren Kulminationspunkt gefunden hat. So werden dieses Jahr am 13.Februar wieder mehrere Tausend Neonazis und anständige deutsche Bürger in Dresden erwartet, die ihrer Opfer gedenken und den Mythos vom „Bombenholocaust“ pflegen. Wenn es gegen die Juden geht, wächst zusammen, was zusammengehört: die Internationale der Shoaleugner, deutsche Neonazis, islamistische Fanatiker und die von alliierten Kriegsverbrechen halluzinierenden Dresdener Friedensbewegten.

Islam is lame

Zum Anhören: Wahied Wahdathagh, Mitarbeiter des Middle East Media Research Institute, im Interview zur aktuellen Lage im Iran.

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Zum Angucken: einfach bei flickr Photos suchen die mit „Tehran“ und/oder „Iran“ getagt sind. Oder gleich zum pool Iran-Project gehen.

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Zum Lesen: aus einer Auseinandersetzung in einem Seminar der Gender Studies an der Humboldt-Uni entstand dieses 36-seitige Papier der „Hedonistischen Mitte“:

Islam is lame. Das Kopftuchverbot für Schülerinnen als feministische und antirassistische Konsequenz einer Kritik des konservativen Alltagsislam gegen Kulturrelativisten, Traditionslinke und antideutsche Softies verteidigt

Leider sind beim Kopieren die Fußnoten und die Zitatmarkierungen nicht richtig mitgekommen. Ich werde das bei Gelegenheit editieren. Bis dahin kann der Text als .pdf oder .doc in gut les- und zitierbarer Form per mail bei mir angefordert werden.

edit: Das kritiknetz bietet jetzt ein PDF des Textes online an.

It looks like porn

galumpia

… but it´s not.

Junge Welt ohne Franz Schandl

Franz Schandl, Autor der krisis, stellt seine wöchentliche Kolumne für die Junge Welt ein. Durfte er bisher die nationalbolschewistische Linie des Ostblättchens wertkritisch und krisentheoretisch aufpeppen, hat er sich nun mit einem kritischen Artikel zum iranischen Präsidenten die Sympathie der antiimperialistischen Völkerfreunde verscherzt. Chefredakteur Arnold Schölzel zensierte die Kolumne mit der Begründung, diese sei „Main-stream“.
Zwar lässt Schandl es sich nicht nehmen ganz im Stile eines Robert Kurz den Weltfeind resp. „gefährlichsten Mann der Welt“ George W. Bush als Grund allen Übels zu benennen, der bald nuklear aufgerüstete, islamistische Antisemit Ahmadinejad ist ihm allerdings auch nicht geheuer. Ausschlaggebend für die Zensur der Jungen Welt dürfte aber die der antizionistischen Blattlinie diametral entgegengesetzte Feststellung sein, die säkularisierte Gesellschaft Israels sei „in jeder Hinsicht“ dem Mullah-Regime vorzuziehen. Spät kommt die Einsicht, aber sie kommt.

Es seien die relevanten Teile des Artikels kopiert, den ganzen Artikel gibt´s bei adresscomptoir.

Der Islam ist wie jede Religion eine regressive und repressive Ideologie. Und der Islamismus ist kein verunglückter Widerstand, er ist vielmehr eine aktuelle Verfallsform der modernen Zivilisation an einer ihrer zahlreichen inneren Fronten. Aus der Unerträglichkeit der Verhältnisse entwickelt sich lediglich eine durchgeknallte Antipathie. Ahmadi-Nejads Aussagen repräsentieren freilich einen gefährlichen Gemütszustand nicht weniger Menschen in vom Islam geprägten Staaten. Der religiös aufgeladene Minderwertigkeitskomplex findet seine negative Projektion in den Juden und ihrem Staat.

In dem aufgeschaukelten Klima gilt es festzuhalten, dass die traurige und aussichtslose Konfrontation von Israelis und Palästinensern nicht das Hauptproblem dieser Welt ist, sondern ein von diversen Kulturclashern hochgespielter Supertrumpf. Ebenso ist aber anzumerken, dass Israel im Inneren eine im Vergleich säkularisierte Gesellschaft ist, die in jeder Hinsicht dem Mullah-Regime vorzuziehen ist. Das ist auch gültig, wenn man seine Politik gegenüber den Palästinensern als falsch erachtet, ja für unerträglich hält. Sollte sich der palästinensische Befreiungskampf tatsächlich in eine „islamische Revolution für Palästina“ (Ahmadi-Nejad) transformieren, ist ihm nicht nur jede Unterstützung zu entziehen, in diesem Falle wäre er aktiv zu bekämpfen.

Zweifellos, die radikale Linke des Westens hat ihren Hauptfeind vor Ort zu verorten, in den Zentren des Kapitals, dabei darf aber nicht die spezifische Qualität der Contras an der Peripherie außer Acht gelassen werden. Hier ist ausdrücklich vor falscher Toleranz oder gar obskuren Bündnissen zu warnen. Dass jemand ein Feind des Feindes ist, sagt über den Charakter des Feindesfeindes nichts aus. Die iranische Staatsführung ist nicht zu tolerieren, sie ist zu stürzen. Und zwar von den Iranern. Solidarität mit den Opfern US-amerikanischer Übergriffe bedeutet heute auch: Kein Fußbreit dem Islamismus, kein Verniedlichen der antisemitischen Aggression!

Yeah Billy, eat it!

Die Welt ist ein gefährlicher Ort. Dagegen kann Pornographie eine Quelle einsamer Aufklärung sein.

Aus einer Textsammlung zur Stellungnahme der Antifaschistischen Aktion München betreffend den Ausschluß eines ihrer Mitglieder wegen Pornokonsums.